| Zum Projekt |
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Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, die beruflichen Chancen junger Frauen mit Zuwanderungsgeschichte zu verbessern. Dazu hat das Frauen- und Integrationsministerium ein Mentoring-Programm initiiert, das im Schuljahr 2010/2011 bereits zum vierten Mal durchgeführt wird. Nordrhein-Westfalen ist als bevölkerungsreichstes Bundesland von den Auswirkungen des demografischen Wandels besonders betroffen. Dementsprechend müssen Potenziale der Bevölkerung mit Zuwanderungsgeschichte besser genutzt werden, um die zukünftigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen bewältigen zu können. Die Realität sieht allerdings z. Zt. noch anders aus: Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte können häufig ihre schulischen Qualifikationen nicht in adäquate berufliche Bildung umsetzen. Dabei wird die Schere zwischen Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund sogar umso größer, je höher der erreichte Bildungsabschluss ist. Insbesondere die Ausbildungsbeteiligung nichtdeutscher junger Frauen liegt seit Jahren unter 25%, in den letzten Jahren sogar mit sinkender Tendenz. Zudem konzentrieren sich Migrantinnen noch stärker als deutsche weibliche Auszubildende auf eine kleine Anzahl von Ausbildungsberufen. Auch bei der Hochschulbildung zeigen sich Unterschiede zwischen Studierenden mit und ohne Migrationshintergrund, und zwar zu Ungunsten der MigrantInnen. Durch die Zusammenarbeit mit einer Mentorin erhalten junge Frauen mit Zuwanderungsgeschichte aus erster Hand Einblick in die Berufswelt, Zugang zu Kontakten und Insider-Wissen in Sachen Studien- und Berufswahl und Ausbildungsplatzsuche. Die Mentorinnen ihrerseits lernen die Spannungsfelder kennen, in denen sich viele junge Migrantinnen bewegen. Mentorinnen und Mentees profitieren außerdem von der fachkundigen Unterstützung durch das Projektteam und erfahren in den begleitenden Veranstaltungen zum Programm Neues zu den Themen Migration, Beruf und Gleichstellung. Die Ansprache der Mentorinnen erfolgt über das breitgefächerte PartnerInnennetzwerk des Projektes „Neue Wege in den Beruf.“ Das Mentoring wird von August 2010 bis Juli 2011 in enger Kooperation mit den RAA (Regionale Arbeitsstellen zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien) in den Städten Aachen, Bielefeld, Bottrop, Castrop-Rauxel, Dortmund, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Gladbeck, Hamm, Herne, Leverkusen, Mülheim, Oberhausen, Recklinghausen, Remscheid, Solingen, Velbert, Witten und Wuppertal durchgeführt. Mentees sind engagierte Schülerinnen der Klassen 9 - 12, die über gute Schulleistungen und eine überzeugende Motivation zur Berufsbildung verfügen. Insgesamt können bis zu 180 Schülerinnen in das Mentoring-Programm aufgenommen werden. |